Seit Jahrtausenden ist die zypriotische Insel eine markante Trennlinie zwischen den Welten des Orients und des Okzidents, ein umkämpftes Gebiet zwischen islamischen Eroberern und dem christlichen Abendland. Diese konfliktreiche Geschichte zeigt sich nicht nur in der heutigen Teilung der Insel in einen griechischen und einen türkisch kontrollierten Teil, sondern auch in zahlreichen historischen Zeugnissen, die über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg erhalten geblieben sind.
Im ersten Jahrtausend waren es arabische Invasoren, die griechisch-römische Städte wie Salamis – das spätere Constantia – sowie Paphos verwüsteten. Später mussten sich selbst die stark befestigten Städte Famagusta und Kyrenia den muslimischen Eroberern geschlagen geben.
Die Überreste zerstörter gotischer Kirchen, die 1326 geweihte und 1571 zur Lala-Mustafa-Moschee umgewandelte Kathedrale, eine Kreuzritterburg mit byzantinischen Elementen, apostolische Wirkungsstätten, das zerstörte Kloster Bellapais zeugen von diesen Machtkämpfen. Die bis zu tausend Jahre alten Scheunendachkirchen im Troodosgebirge, bewusst unauffällig gestaltet um sie vor Eroberern zu verbergen lassen eine tief verwurzelte christliche Tradition erkennen, die sich auch mit Klugheit dem Wandel der Mächte widersetzte. Eine von der UNO überwachte Grenze, die auch die Hauptstadt Nicosia bis heute teilt, macht deutlich, dass diese Geschichte noch lange nicht abgeschlossen ist.
Dieses Fotoprojekt nimmt den Betrachter mit auf eine visuelle Reise zu den beeindruckendsten Zeugnissen der wechselvollen Geschichte dieser faszinierenden Insel.
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